Wie entstehen Schulden?


wie entstehen Schulden
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Wie entstehen Schulden?

Mit Schuldenproblemen setzen sich nicht nur der Staat und die Europäische Union auseinander, sondern auch ein großer Teil der Bevölkerung. Viele Haushalte kämpfen nicht nur darum die Kosten zur Lebenserhaltung zu decken, sondern sind mit einer langen Liste an Rückzahlungsverpflichtungen für laufende Kredite und Konsumschulden zusätzlich schwer überfordert. In vielen Fällen scheint kein Ende in Sicht zu sein. Doch bevor Sie nach einer Lösung suchen bestehende Verbindlichkeiten zu begleichen, sollten Sie darauf Achten nicht gleichzeitig neue Schulden zu verursachen. Damit dieser Kreislauf unterbrochen werden kann und das Leben wieder in „schwarzen Zahlen“ geführt werden kann, stellt sich die Frage wie entstehen eigentlich Schulden und was können Sie dagegen unternehmen.

Arten von Schulden

Die Gründe für offene Rechnungen und Zahlungsverpflichtungen, die nicht rechtzeitig oder überhaupt nicht bezahlt werden können sind sehr vielseitig und individuell verschieden.

In vielen Fällen liegt es an plötzlicher Arbeitslosigkeit

  • geringeren Einkommen
  • Veränderungen der Lebensumstände wie Scheidungen oder Tod des Lebenspartners
  • unwirtschaftliches Konsumverhalten
  • Krankheit, Suchtproblemen
  • gescheiterten Existenzgründungen
  • Fehlinvestitionen

Schulden können unterschiedlicher Natur sein. Es existieren verschiedene Arten von Schulden. Zum einen entstehen in einer Zeit des bargeldlosen Zahlungsverkehrs und variablen Zahlungsmöglichkeiten sehr schnell Konsumschulden. Konsumschulden steht jedoch kein Vermögenswert gegenüber, da es sich meist um Gebrauchsgüter oder Verbrauchsgüter handelt, die ihren Wert sehr schnell verlieren. Können diese nicht mehr beglichen werden, hat dies rechtliche Konsequenzen.

Weitere Privatschulden sind zum Beispiel

  • Mietschulden
  • Schulden aus Unterhaltsverpflichtungen
  • Steuerschulden
  • Dispokredite

Schulden, die aus Investitionen wie dem Kauf von Immobilien oder aus einem Gewerbebetrieb stammen, steht ein Vermögenswert aus der Anlage selbst entgegen.

Wird das Objekt verkauft, können aus dem Erlös die offenen Verbindlichkeiten ganz oder teilweise ausgelöst werden. Die Schuldenbelastung verringert sich dementsprechend. Investitionen in Finanzanlagen wie Aktien, Wertpapieren oder Spekulationen können sehr schnell ihren Wert verlieren und damit hohe Verluste und Kosten verursachen. Die Schuldenbelastung erhöht sich noch zusätzlich durch anfallende Schuldzinsen, Mahn- und Inkassogebühren sowie Gerichtskosten.

Schuldnerberatung zur Lösung der Situation

Bevor Sie den Kopf in den Sand stecken, oder versuchen mit der Aufnahme neuer Kredite die Altlasten zu begleichen, ist es zu empfehlen eine Schuldnerberatung aufzusuchen. Stellen der Schuldnerberatung unterstützen und beraten Sie sowohl in Ihrer finanziellen als auch persönlichen Situation. Eine Schuldnerberatung wird unter anderen auch vermittelt von öffentlichen Ämtern der Stadt, dem Land oder der Gemeinde. Viele Einrichtungen der Schuldnerberatung sind auch Insolvenzberatungen, die durch das Einleiten eines Insolvenzverfahrens auch Privatpersonen eine Befreiung der Restschuld ermöglichen.