Vollstreckungsbescheid

By | 11. Juli 2013

Ein Vollstreckungsbescheid kommt dann zum Einsatz, wenn ein Schuldner seinen Verpflichtungen nicht nachkommt und seine Schuld nicht zurückzahlt. Dann kann der Gläubiger verschiedene Schritte einleiten, um seine Forderung zu bekommen. In dem Falle, dass kein Widerspruch eingelegt wurde, erlässt das zuständige Gericht einen Vollstreckungsbescheid, der zuvor vom Gläubiger beantragt wurde.

Mit diesem Vollstreckungsbescheid kann der Kreditgeber die Schuld zwangsweise eintreiben lassen. Hier kann er zum Beispiel einen Gerichtsvollzieher einschalten oder eine Lohn- oder Gehaltspfändung einleiten. Der erlassene Vollstreckungsbescheid hat die gleiche Gültigkeit wie ein Gerichtsurteil und wird nach dem Erlass entweder per Post oder durch den Gerichtsvollzieher dem Schuldner zugestellt.

Ist es erst einmal so weit gekommen, kann man trotzdem noch etwas unternehmen. So kann man gegen diesen Vollstreckungsbescheid binnen zwei Wochen Einspruch einlegen. Entweder kann sich dieser Einspruch über den ganzen Vollstreckungsbescheid oder nur über einen Teil des Bescheides erstrecken. Es muss dann begründet werden, warum die Forderung im Ganzen oder nur teilweise unbegründet ist.

Dieser Einspruch muss dem Gericht zugehen. Es gibt einen speziellen Einspruchsvordruck, den man hierfür nutzen kann. Dieser Vordruck liegt dem Vollstreckungsbescheid direkt bei. Die Frist von zwei Wochen muss hier natürlich zwingend eingehalten werden.

Durch das Einreichen des Einspruchs wird der Vollstreckungsbescheid nicht rechtskräftig, kann aber schon einmal vorläufig vollstreckt werden. Das bedeutet, dass die Forderungen sicherheitshalber schon vorab eingetrieben werden dürfen. Aus diesem Grunde sollte mit Einlegen des Einspruches auch schon die einstweilige Einstellung der Zwangsvollstreckung beantragt werden.

So hat der Schuldner doch noch die Möglichkeit, in der schlimmsten Situation zu reagieren. Man muss sich nur zwingend an Fristen und Formvorgaben halten, damit der Einspruch auch zum gewünschten Ziel führt. Ist der Vollstreckungsbescheid erst einmal erlassen, so ist die Angelegenheit auf juristischer Ebene und so muss man sich auch an die juristischen Vorgaben halten. Der wohl wichtigste Punkt ist hierbei die Einspruchsfrist von zwei Wochen und zum vorläufigen Schutz der Antrag auf vorläufige Einstellung der Zwangsvollstreckung.