Wie ist der Ablauf einer Schuldnerberatung?

By | 8. Juli 2013

Wer in finanziellen Schwierigkeiten steckt, der kommt irgendwann zu dem Punkt, an dem er sich dazu entscheidet, die Hilfe einer Schuldnerberatung in Anspruch zu nehmen. Es ist für viele Menschen sehr schwierig, die finanzielle Situation, besonders wenn sie verfahren ist, zu überschauen und ein Lösungsmodell zu finden. In diesem Fall ist es sinnvoll, eine Schuldnerberatung aufzusuchen, um sich kompetente Hilfe zu holen.

Was passiert als Erstes?

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Eine Schuldnerberatung, egal ob eine kostenlose Schuldnerberatung oder eine professionelle Schuldnerberatung, werden immer damit starten, dass eine exakte Auflistung über die bestehenden Verbindlichkeiten aufgestellt wird. So hat man einen Überblick, was der Schuldner noch zu bezahlen hat.

Der zweite Schritt besteht dann darin, die Einnahmen aufzustellen und die beiden Listen werden dann gegenübergestellt. So ist schon einmal ein Überblick über Einnahmen und Ausgaben innerhalb der Familie gegeben. In vielen Fällen ist schon hier die Ausgabenseite größer, als die der Einnahmen und da liegt dann das entscheidende Problem. Es werden bei dieser ersten Aufstellung auch Posten auftauchen, die von vornherein als unsinnig bzw. unnötig abgehakt werden können.

Der zweite Schritt!

Dann geht es an die Schuldenregulierung. Hierfür stehen mehrere Varianten zur Auswahl und in der Schuldenberatung wird aktiv bei diesen Entscheidungen und Lösungsvarianten geholfen. Es ist in vielen Fällen möglich, mit den Gläubigern einen Schuldenvergleich zu schließen. In diesen Fällen sind die Gläubiger dankbar, wenigstens einen Teil der Schulden zurückzubekommen und sie lassen sich auf einen derartigen Vergleich ein. Solch ein Vergleich sieht so aus, dass ein fester Betrag vereinbart wird, den der Schuldner zurückzahlt und im Gegenzug wird er aus der Schuld entlassen.

Die Ablösezahlung kann entweder aus bestehenden passiven Guthaben erfolgen, wie zum Beispiel durch die Beleihung einer Lebensversicherung oder auch durch die Aufnahme eines Kleinkredites, der dann aber der finanziellen Situation des Schuldners angepasst ist. Die zweite Variante wäre die Privatinsolvenz. Dieser Schritt sollte aber soweit wie möglich vermieden werden.