Mahnung

By | 11. Juli 2013

Es ist für einen Schuldner sehr wichtig, dass er seine Pflichten, aber auch seine Rechte kennt. Der Schuldner ist verpflichtet, seine Schulden zurückzuzahlen, wie es im Kreditvertrag vereinbart wurde. Das ist die Grundlage dieses Schuldverhältnisses. Kommt ein Schuldner dieser Verpflichtung nicht nach, so hat der Gläubiger ein Recht dazu, seine Forderungen durchzusetzen.

Ein Gläubiger wird zunächst einmal eine Zahlungsaufforderung schicken. Dies ist die erste schriftliche Mahnung und es sollte vom Schuldner durchaus ernst genommen werden. Gerät ein Schuldner in Zahlungsverzug, so kann der Gläubiger zusätzlich Verzugszinsen geltend machen. Die gesetzliche Höhe des Verzugszinses ist an den Basiszinssatz angelehnt und wird zweimal im Jahr angepasst. Der aktuelle Basiszinssatz kann aus der Zeitung oder dem Internet ersehen werden. Handelt es sich um private Schuldner oder Schuldnerinnen, also ganz normalen Verbrauchern, so dürfen ohne Weiteres 5 Prozentpunkte über dem Basiszinssatz eingefordert werden.

mahnungGeht man in den gewerblichen Bereich, so sind 8 % über dem Basiszinssatz mindestens zulässig. Anders ist es wiederum bei Immobiliendarlehn, wenn diese durch eine Hypothek oder eine Grundschuld gesichert sind. Dort dürfen die Verzugszinsen mit 2,5 % über dem Basiszinssatz in Rechnung gestellt werden. Höhere Verzugszinsen müssen vom Gläubiger durch den Nachweis eines höheren Verzögerungsschadens nachgewiesen werden. Die kann zum Beispiel durch einen Kontoauszug erfolgen und dann kann er die tatsächlich angefallenen Zinsschäden auch einfordern.

Mahnungsschreiben – Was zutun ist

Die Mahnung ist als ein ernstzunehmender erster Schritt, den der Schuldner nicht außer Acht lassen sollte. Es wird im Normalfall zwei bis drei Mahnschreiben geben, in denen oft auch schon Mahngebühren geltend gemacht werden. Bleiben alle Mahnschreiben unberücksichtigt, so wird es final zu einem Mahnbescheid und weiterhin zu einem Vollstreckungsbescheid kommen.

Viele Gläubiger beauftragen auch Inkassobüros mit der Eintreibung der ausstehenden Schuld. Inkassobüros sind private Unternehmen, die dann im Auftrage der Gläubiger in Aktion treten und versuchen, die ausstehenden Schulden einzutreiben. Wird einem Gläubiger allerdings mitgeteilt, dass der Schuldner zahlungsunfähig ist, so ist die Beauftragung eines Inkassobüros sinnlos.